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/ Dez 2025

Dringende Mitteilung der Leitung Ihrer Feuerwehr

Liebe Nauheimerinnen, liebe Nauheimer, das Jahr 2025 ist in wenigen Stunden Geschichte und wir blicken auf ein anstrengendes Jahr zurück. Mit 210 Einsätzen musste wieder eine passable Zahl an Einsätze von unseren Feuerwehrfrauen und -männern bewältigt werden. Manchmal gab es tagelang nichts zu tun, manchmal ging es Schlag auf Schlag.

Unsere sehr gut ausgebildete Truppe konnte die gesetzliche Hilfsfrist von 10 Minuten bei allen Einsätzen halten, sowohl tagsüber als auch nachts. Meistens waren wir deutlich schneller bei den Menschen, die unsere Hilfe benötigten. Es gab größere Einsätze und viele kleine. Nicht alle waren tatsächlich auch einen Einsatz der Feuerwehr wert, aber wir haben dennoch freundlich unterstützt. Manchmal hat es trotz maximalem Einsatz aller nicht ausgereicht. Verletzte haben es nicht geschafft, oder die Menschen, wegen denen wir herbeieilten, waren bereits vor unserem Eintreffen verstorben. Das macht uns traurig und natürlich belastet uns das auch. Aber wir konnten ganz oft helfen, Leben retten oder dazu beitragen, dass der Rettungsdienst Leben rettete. Ab und zu gab es einen Dank dafür, ganz oft konnten wir die Dankbarkeit aber direkt von den Gesichtern der Betroffenen ablesen.

Das sind die Aufgaben, die an der Oberfläche für jeden erkennbar sind und über die wir nahezu täglich berichten. Viele Dinge bleiben aber im Verborgenen und es ist nun an der Zeit hierüber offen zu sprechen, weil unendliche viele interne Gespräche kein nennenswertes Ergebnis, nicht mal eine Vision, ergeben haben. Unser System wird von ehrenamtlichen Menschen getragen, die in den letzten Jahren und Monaten regelmäßig an ihre Grenzen gelangt sind. Durch den Wegfall von Fachpersonal in der Gemeindeverwaltung Nauheim sind fast alle Verwaltungsarbeiten im Brand- und Katastrophenschutz sowie dem Zivilschutz durch die ehrenamtlichen Leitungskräfte der Feuerwehr zu erledigen. Wir arbeiten uns quasi seit Monaten selbst zu und bewältigen nahezu alle Aufgaben in Eigenregie. Dieser Zustand betrifft nicht nur die Leitung, sondern auch unterdessen alle Führungskräfte, Gerätewarte, Leitungen unserer Kinder- und Jugendabteilungen, die uns alle zuarbeiten, um diesen Anfall an Aufgaben noch Herr zu werden. Erschwerend kommt hinzu, dass mehr oder weniger seit zwei Jahren kein Haushalt zur Verfügung steht. Das macht es zum Teil unmöglich (Pflicht)-beschaffungen vernünftig zu planen und unter allen notwendigen Vorgaben und den schwierigen Rahmenbedingungen am Markt auszuführen.

Es wurden etliche Gespräche geführt - in der Brandschutzkommission, im Gemeindevorstand, mit den Fraktionen, mit der Gemeindeverwaltung und allen Bürgermeistern und Beigeordneten der vergangenen zwei Jahren. Es gab sogar einen Brandbrief als Eskalationsmedium. Mehrere Personen haben Überlastungsanzeige gestellt, zwei Personen haben ihre Ämter aufgrund von totaler Überlastung niedergelegt, weil es nicht mehr mit Beruf und/oder Familie zu vereinbaren war. Wir waren bis jetzt mehr als bemüht, diese Themen intern zu behandeln. Leider ist es uns scheinbar nicht ausreichend gelungen, die für eine Situationsänderung notwendigen Personen ausreichend und nachhaltig zu motivieren. In jedem Gespräch wurde uns viel Verständnis entgegengebracht - das war es dann aber schon. Es haben sich bis heute leider keine konkreten Ansätze, kein Lösungsweg ergeben. Stattdessen wird teilweise nicht mal mehr auf Emails geantwortet, oder in der Politik grenzwertige Anträge zu Lasten der Personalsituation gestellt, die eine absolut desaströse Signalwirkung in Richtung Feuerwehr senden.

Das Sahnehäubchen am Ende vom Jahr war dann schließlich, dass die Ehrenamtsförderung, sowie offene Auslagen aus 2025 (teils 2024) nicht bis zum Jahresende ausgezahlt wurden, obwohl hierzu mehrfach nachgehakt wurde. Es erfolgte nicht mal eine Antwort auf unzählige Emails. Mit solchen Fauxpas geht jegliche Wertschätzung gegenüber allen Feuerwehrmitgliedern verloren und da bleibt dann auch wirklich keine Ausrede mehr.

Man soll das Jahr mit guten Vorsätzen starten und wir fordern von allen Verantwortlichen, dass es kurzfristig wegweisende Gespräche und einen klar strukturierten Plan für die Abhilfe der seit Monaten bestehenden Probleme gibt. Gleichzeitig bitte wir um Verständnis, dass wir diese Angelegenheit jetzt doch in die Öffentlichkeit bringen müssen - insbesondere bei den wenigen Personen, die uns permanent versucht haben, bei diesen Themen zu unterstützen.

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